Stör, ein Fisch für den Teich?! Teil 3 von 3 – Störfutter

Teil 3 – Alles über Störfutter

Wie identifiziert der Stör sein Futter?

Störfutter - Wilder sibirischer Stör (Acipenser baerii)

Wilder sibirischer Stör (Acipenser baerii)

Wie schon angekündigt wird im Teil 3 nun ausführlich über das Störfutter gesprochen.
Im Gegensatz zu Koi oder Goldfischen gibt es beim Stör einige Unterschiede in der Nahrungsaufnahme. Bevor Sie sich einen Stör für den Teich anschaffen, sollten Sie Teil 1 und Teil 2 lesen. Nichts ist schlimmer, als im Nachhinein festzustellen zu müssen, dass der Stör eigentlich so gar nichts in Ihrem Teich zu suchen hat.

Wie findet der Stör seine Nahrung

In Teil 1 haben wir bereits grob angeschnitten, was der Stör für eine Nahrung zu sich nimmt. Nun werden wir diese Sache noch ein wenig vertiefen und Ihnen Beispiele aufzeigen wie er seine Nahrung findet, was seine Nahrung ist und zu welchen Problemen es kommen kann. Man darf einfach nicht vergessen, ein Stör gehört zur Gattung der Raubfische, auch wenn sie überwiegend friedliebend sind. Obwohl das Gehirn des Störs sehr klein ist, umso mehr sind seine Sinnesorgane ausgebildet. Er hat einen ausgeprägten Geruchsinn, um seine Beute bzw. sein Futter zu lokalisieren. Seine Augen sind für das Auffinden von Futter nicht wirklich geeignet.

Wilder sibirischer Stör (Acipenser baerii) - Störfutter

Wilder sibirischer Stör (Acipenser baerii)

Die Augen haben eine starre Linse, die auf Nahsicht fokussiert ist. Durch einen Muskel im Augenbereich kann auf Fernsicht umgestellt werden. Das Gehör ist extrem ausgefeilt, die Gehörgänge bestehen aus geschlossenen mit Flüssigkeit befüllten Blasen. Im Vergleich zu anderen Fischen, die nur Geräusche „Signale“ im Bereich von unterhalb 1 KHz wahrnehmen können, hat der Stör die Struktur seines Hörvermögens im Laufe der Jahre erweitert und kann daher Geräusche „Signale“ bis zu ca. 5 KHz wahrnehmen.  Ein weiterer Vorteil des Stör ist sein Tastsinn und sein Seitenlinienorgan, durch den Tastsinn kann er mit Hilfe von Lippe und Barteln seine Beute gut auffinden. Die Geschmacksreize die dabei entstehen, dienen der Identifizierung des Futters. Hierbei wird der Stör wie ein Hai auch von seinem Seitenlinienorgan unterstützt, was ihm z.B. die Wahrnehmung von Wasserströmungen und auch die Beute wahrnehmen lässt.

Was ist seine Nahrung

Nun kommen wir zu dem Futter des Störs, das also gar nicht so normal für einen Teich ist. Hauptsächlich dienen dem Stör einfach Ringelwürmer bzw. Würmer, diese können Sie in der Natur natürlich sammeln oder im Angelgeschäft kaufen. Der Stör ernährt sich auch gerne von Schnecken aus dem Garten, diese können Sie ihm auch getrost mit dem Gehäuse als Futter anbieten. In der freien Natur zählen auch bodenbewohnende Krustentiere zu seiner Nahrung.

Ein Vorteil für Teichbesitzer mit einem oder mehreren Stören ist,  dass es so gut wie nie Probleme mit einer überdurchschnittlichen Insektenbildung im Teich gibt, denn auch die Insektenlarven stehen beim Stör auf dem Speiseplan. Hin und wieder bietet es sich auch an, aus der Zoohandlung, oder beim Fischverkäufer Kleinkrebse zu kaufen die dann zum Futter gereicht werden.

Unsere Empfehlung zum Störfutter

Damit aber das Ganze auch nicht zu viel Aufwand und auch nicht so ins Geld geht, gibt es speziell entwickeltes Störfutter, was sehr gut von den eleganten Dinos angenommen wird. Bei kajau-shops Partner finden Sie von Aqualogistik oder Tripond Störfutter. Beide Futtersorten enthalten alle wichtigen Grundelemente für ein gesundes Wachstum. Wir empfehlen ein Störfutter als Grundlage zu kaufen und abwechselnd mit einem natürlichen Futter zu ergänzen, denn nur so kann man wirklich sicher sein, das es dem Knochenfisch-Stör auch im Teich gut geht. Das Füttern sollte hauptsächlich abends erfolgen, denn das ist seine aktivste Zeit. Man sollte nur so viel Futter geben, das innerhalb einer Stunde vertilgt werden kann. Denn danach wird der Stör es nicht mehr anrühren und das Futter wird zur Belastung ihres Teiches bzw. der Wasserwerte.

Video: Bitte gib die korrekte URL an.

 

Anmerkung: Einer unserer Kunden hat bisher seinem Stör nur Störfutter gegeben, keine Würmer und nichts anderes. In der Laichzeit der Koi-Fische, musste der Kunde feststellen, dass die Koi-Babys  immer weniger wurden. Dies lag daran, dass der Stör einfach die kleinen Fische als leckere Abwechslung genossen hat. Nach dem er für den Stör das Futter verändert hatte, ging auch der Verlust von den kleinen Koi zurück.

Erkenntnis: Auch ein Stör möchte gut gefüttert werden, um friedliebend mit den anderen „Fisch-Kollegen“ im Teich zu leben.

Schreiben Sie ein Kommentar: Wenn Sie hilfreiche Tipps oder Anregungen haben. Sollte mal was aus Ihrer Sicht nicht stimmen, sind wir offen über Ihren Vorschlag. Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung zu unseren Berichten. Benutzen Sie ganz einfach unten die Kommentarfunktion.

Teil 1 von 3 aus der Reihe „Stör, ein Fisch für den Teich?

Teil 3 von 3 aus der Reihe „Stör, ein Fisch für den Teich?

2 Gedanken zu “Stör, ein Fisch für den Teich?! Teil 3 von 3 – Störfutter

  1. Ingeborg Scheer

    Guten Tag und danke für den inetressanten Artikel!
    Bitte korrigieren Sie folgende Sachverhalte:

    Sie schreiben mehrfach Störe seien Knochenfische – das ist leider falsch, Störe sind KNORPELFISCHE und eng verwandt mit Haien und Rochen, die ebenfalls Strömung zum Atmen benötigen.

    Dann schreiben Sie, Störe seien als „Knochenfische nicht sehr beweglich“ – (???) richtig ist aber, dass das Knorpel-Skelett sehr biegsam ist. Das eigentliche Problem in der Beweglichkeit ist vielmehr, dass Störe nicht rückwärts schwimmen können und schnell ersticken, wenn sie so steckenbleiben, dass sie nach vorne nicht weiterschwimmen können – dann könenn sie sich häufig nicht mehr befreien und sterben. Gerade junge Störe bleiben leicht in dichten Wasserpflanzen oder Fadenalgen hängen und verenden. Kräftige größere Tiere haben keine Probleme mehr mit Fadenalgen, könnten sich aber durchaus z.B. in sehr dichten Laichkrautbeständen verfangen, es ist also nicht unerheblich welche Unterwasserpflanzen man im Teich hat.

    Wer einen sehr großen Teich anlegen kann mit 100.000 l und mehr und diesen strömungstechnisch entsprechend einrichtet, kann durchaus auch andere Störarten halten. Ihr genannter Ausschluss sollte dann eigentlich nur für den Hausen gelten, der zum einen sehr räuberisch ist und auch größere „Mitschwimmer“ wegfuttert, und auch der größte seiner Familie ist, der mit ausgewachsen bis zu 6 Metern Körperlänge und mehr tatsächlich in keinen Teich gehört.

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    1. kajau-admin Artikelautor

      Hallo,

      Erst mal möchten wir uns bedanken für Ihre Info.
      Wir haben den Text an den Stellen etwas angepasst, wo es Sinn machte.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Kajau-Ratgeber Team

      Antworten

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