Gastartikel: Teich-Illumination – Beleuchtung im Koi-Teich

Die Teich-Illumination – ansprechende Beleuchtung im Koi-Teich

herbstliches Ambiente - Teich-Illumination

herbstliches Ambiente – Teich-Illumination

Den Sommerabend am eigenen Gartenteich bei stimmungsvoller Beleuchtung ausklingen lassen und dabei den Koi zusehen, wie sie im Halbdunkel ihre Bahnen ziehen, das sind magische Momente.

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, den Koiteich
durch die passende Beleuchtung eindrucksvoll in Szene zu setzen.

Dabei sollte man sich aber weniger an den technischen Möglichkeiten als an den Bedürfnissen der Fische orientieren. Es reicht, wenn der Teich nach Einsetzen der Dämmerung für einige Stunden beleuchtet wird. Solange, wie man selbst am Teich sitzt.

Denn nicht nur der Mensch, auch die Koi brauchen nachts ausreichend Schlaf. Denn Dauerbeleuchtung bedeutet für
die Fische enormen Stress, und dieser Stress kann die Lebenserwartung der Fische drastisch verkürzen. Aus dem gleichen Grund ist es auch wenig sinnvoll, die Fische nachts bei künstlicher Beleuchtung noch einmal zu füttern.

Mit vollem Magen schläft es sich schlecht!

Oft werden Teichlampen angeboten, die mit Teichpumpe und Filter gekoppelt sind. Beim Koiteich sollten beide Systeme unabhängig voneinander geregelt werden können. Der Teichfilter muss 24 Stunden laufen, die Teichbeleuchtung nicht.

Garten mit blau beleuchtetem Koi Teich in Sommernacht

Garten mit blau beleuchtetem Koi Teich in Sommernacht

Aber auch der Einfallswinkel der Leuchten muss stimmen. Fische orientieren im Wasser an der Schwerkraft, aber auch am Stand der Sonne. Fällt das Licht senkrecht von oben auf die Teichfläche, sind also Einfallswinkel der Lichtstrahlen und die Richtung der Schwerkraft gleich, dann schwimmt der Fisch horizontal im Wasser. Der Brechungsindex des Wassers kann in diesem Zusammenhang nahezu vernachlässigt werden.

Fällt in den späten Nachmittagsstunden das Sonnenlicht in einem Winkel von 45 Grad auf die Wasserfläche, dann kompensiert der Fisch diese Differenz zwischen Beleuchtungsrichtung und Schwerkraft, indem er sich etwas zur Seite neigt. Das werden natürlich keine 45 Grad sein, sondern vielleicht ein Drittel, also ein Neigungswinkel von etwa 15 Grad.

Und selbst wenn die Sonne an einem unendlich großen Teich am Horizont versinken würde, also im 90o-Winkel die Wasseroberfläche streifen würde, würden sich die Fische deshalb nicht flach auf die Seite legen. Bei einem Koi mit seinen nahezu drehrunden Körperquerschnitt fällt einem das vielleicht nicht auf, aber an einem hochrückigen Fisch wie einem Skalar mit seiner lang ausgezogenen Rücken- und Afterflosse lässt sich dies im Aquarium sehr gut beobachten, wenn man die künstliche Beleuchtung um das Becken herum wandern lässt. Auch am Koiteich sollte das künstliche Licht senkrecht oder höchstens in einem 45o-Winkel auf die Teichfläche fallen.

Eine Unterwasserbeleuchtung, so romantisch sie auch sein mag, ist im Koiteich aus diesem Grund völlig fehl am Platz.

Garten mit beleuchtetem Koi Teich in einer Sommernacht

Garten mit beleuchtetem Koi Teich in einer Sommernacht

 

Es macht auch Sinn, mit zunehmender Dämmerung die Beleuchtungsstärke langsam hochzufahren und dann am Ende auch wieder genauso behutsam ausklingen zu lassen. Bei plötzlichem Ein- und Ausschalten der vollen Beleuchtung geraten die Fische in Panik, schießen wild durchs Wasser und könnten sich dabei verletzen.

Garten mit beleuchtetem Koi Teich in einer Sommernacht

Garten mit beleuchtetem Koi Teich in einer Sommernacht

Auch die Lichtfarbe spielt eine Rolle: Knochenfische
haben nicht drei, sondern vier verschiedene Zapfen in der Netzhaut. Tagaktive Fische wie die im Trüben schwimmenden Karpfen – und Koi sind ja eigentlich nichts anderes als Farbkarpfen – haben besonders viele Grün- und Blauzapfen, aber viel weniger Zapfen, die auf Rot ansprechend. Je höher also der Rotanteil der Teichbeleuchtung ist, desto weniger
werden die Koi gestört.

Quelle: Gartenteich-Ratgeber

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