Erythrodermatitis bei Teichfischen

Fischkrankheiten: Erythrodermatitis bei Teichfischen – Krankheit erkennen und Behandeln

Die Krankheit Erythrodermatitis kann sowohl bei den Koi bzw. Karpfen oder auch den Goldfischen auftreten. Ursache sind Bakterien der Gattung Aeromonas. Meistens kommt es zu dieser Krankheit im Sommer oder Herbst. Also beobachten Sie in dieser Zeit besonders Ihre Fische. Oft kommt die Krankheit mit den Neuzugängen, wenn die Quarantäne nicht eingehalten wird, bzw. gar nicht gemacht wird. Diese sollten Sie jedoch unbedingt immer einhalten, um Ihren Fischbestand nicht zu gefährden. Auch ein weiterer Vorteil der Quarantäne ist, dass Sie die Medikamente nicht allen Fischen geben müssen. Unteranderem ist das Quarantäne Becken kleiner wie Ihr Teich, so kommen Sie mit geringeren Dosierung des Medikamentes aus. Die Krankheit Erythrodermatitis verläuft sehr langsam und zeigt sich nach wenigen Wochen mit blutig roten Furunkeln, die dann sehr schnell aufbrechen. Stellen Sie sich einfach vor, es würde Ihnen jemand ein Stück aus der Haut schneiden, das kann man sich gut vorstellen wie dies aussieht. Wenn es zu diesem Erscheinungsbild kommt, ist es meistens schon zu spät für die Fische und sie sterben ihnen unter der Hand weg.

Erythrodermatitis Fischkrankheit

Erythrodermatitis – Fischkrankheit

Sie entdecken rechtzeitig Erythrodermatitis an roten Flecken, wenn diese sich zu roten Geschwüren entwickeln. Bitte lassen Sie den Tierarzt jetzt einen Abstrich nehmen, sofern Sie selber nicht dazu in der Lage sind. Benötigen würden Sie einen Schaber, ein Objekträger sowie ein Mikroskop und Desinfektionsmittel. Ein Buch bzw. Fachliteratur kann ebenfalls helfen, um die Krankheit genau zu identifizieren. Zu dieser Krankheit kommt noch ein weiteres Problem, denn Sie verhält sich ähnlich wie die Frühjahrsviremie. Wenn Sie nun die roten Geschwüre entdecken,  müssten die in den meisten Fällen entweder  an der Körperseite oder Schwanzwurzel auftreten. Sie können auch meistens eine Verpilzung an diesen Flecken beobachten. Sollten Sie dies alles zu spät realisieren und die Geschwüre schon einen Durchbruch zur Leibeshöhle des Fisches aufweisen, endet dieses zu fast 98 % tödlich. Sofern Sie dieses bei den Fischen beobachten, sollten die Alarmglocken bei Ihnen läuten. Ein schnelles Handeln ist gefragt: Wasserwechsel und anschließend medikamentöse Behandlung, damit nicht alle Fische sterben, helfen kann jetzt auch eine UVC bzw. ein V-UVC Vorklärer – System, das ein Bakterienabtöten unterstützt. Weiter bringt eine UVC noch einen tollen Effekt mit sich indem die Algensporen vernichtet werden.

Bemerken Sie all diese Symptome rechtzeitig, gibt es eine sehr gute Hoffnung auf Heilung. Die Parasiten bzw. Bakterien der Krankheit Erythrodermatitis sowie Frühjahrsviremie gehören nach heutigem Wissenstand zu den Gattungen „Blutsaugende Parasiten“  und können mit Bakterien-Medikamenten sehr gut behandelt werden. Von vorbeugender Behandlung mit Medikamenten rate ich Ihnen jedoch ab, dies führt zu einer Immunisierung gegen Medikamente, sollte dann eine Krankheit auftreten, helfen diese nicht mehr und Sie müssen auf Produkte zurückgreifen, die Sie nicht kennen oder die kaum bekannt und getestet sind. Wir raten daher immer dazu die Quarantäne einzuhalten und eventuell 2 bis 3 Monate durchzuführen. Fügen Sie noch eine gute Belüftung mit ein und behandeln die Fische mit etwas jodfreies Salz, so wie das alle Fischfarmen bzw. alle Züchter und Händler machen (Info zu Salz Anwendungen). Weiter können Sie Ihre Fische mit gutem Fischfutter stärken und diese natürlich resistenter gegen Krankheiten machen. Bitte füttern Sie die Fische nicht mehr wie bisher,  mischen Sie gutes Futter auf die gleiche übliche Menge dazu. Eine Überfütterung, die eigentlich gut gemeint ist, kann wiederum weitere Folgen für die Fische haben, die sie eigentlich nicht wollten.

Symptome und Behandlung

Erythrodermatitis bei Teichfischen

Erythrodermatitis

Symptome sind: Rote Flecken auf der Haut, entzündliche Geschwüre, sekundär eventuell mit Pilzhyphen bewachsen

Ursache: bakterielle Infektion geschwächter Teichfische „Karpfen bzw. Koi und Goldfische“

Gefährlichkeit: extrem gefährlich!

Behandlungsplan: Fische in sauberes Wasser mit gleicher Temperatur ins Behandlungsbecken überführen. Auf optimale Wasserverhältnisse und hohe Hygiene ist während der gesamten Behandlungszeit zu achten. Ausreichend belüften und die Temperatur bei medikamentöser Behandlung auf 22 °C anheben. Da es unterschiedliche Eigenschaften je Hersteller von Medikamenten gibt, befolgen Sie nun genau den Packungszettel.

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