Befall durch Ankerwürmer (Lernaea)

Befall durch Ankerwürmer (Lernaea)

Ankerwurm

Ankerwurm

Bemerken Sie in Ihrem Teich den Befall durch Ankerwürmer an dem Koi?
Ankerwürmer sind Parasiten der Gattung Lernaea (eigentlich gehören diese zu den Krebstieren) und ähneln optisch einem Wurm, der sich  zwischen den Schuppen oder an den Kiemen festsetzt, daher kommt auch die Ableitung Ankerwürmer. Befallen sind die Fische dann, wenn sich an der Außenhaut  Fäden bis 20 mm Länge bilden.

Herkunft von Ankerwürmern! Es gibt leider viele Möglichkeiten wie es zu einem Befall von den Parasiten kommt. Wenn der Teich an einem natürlichen Bachlauf  angeschlossen ist, kann es durch die Wildfische schon zu einem Befall kommen. Haben Sie den Teich mit Pflanzen aus der Natur bestückt, so können die Ankerwürmer auch damit  eingeschleppt werden. Auch Vögel, Reptilien und andere Besucher  können die Ursache sein.  Ein weiter wichtiger Faktor ist auch das Futter. Sollten Sie Futter in der Natur sammeln, ist es nur eine Frage der Zeit, wann der Befall auftritt.

Die Vermehrung von Ankerwürmern! Wie die Fischegel sind auch die Ankerwürmer in unseren Gewässern weit verbreitet. Die Vermehrung ähnelt denen der Fischegel. Die weiblichen Ankerwürmer (Lernaea) besitzen die Eiersäcke, sind die Eier dann gereift, gelangen diese dann ins Wasser. Dann bilden sich aus den Eiern kleine Larven. Ähnlich wie auch bei Egel brauchen nun die Larven Nahrung und müssen innerhalb weniger Tage eine Nahrungsmöglichkeit finden, sonst sterben die Larven ab. Da aber Koi-Teiche meist einen großen Bestand an Fischen aufweisen, finden die meisten Larven schnell eine Nahrungsmöglichkeit.

Krankheitsbild- Symptome Ankerwürmer (Lernaea)!

Ankerwurm an Goldfisch

Ankerwurm an Goldfisch

Wie wir bereits erwähnt haben, ist Lernaea ein Parasit der Gattung Krebstiere, somit treten auch hier die gleichen Merkmale auf, wie bei anderen Parasiten der Krebstiergattung.
Die Fische sind meistens scheu und scheuern sich an den Gegenständen im Teich, zeitweise sieht man sie daher springen. Dadurch durch diese Aktion versuchen sie den Parasit wieder loszuwerden. Sind die Parasiten aber schon im Magen angekommen, sind sie meist schon zum Sterben verurteilt. Bei den Koi kann man beobachten, dass sie nicht mehr fressen wollen oder nur noch wenig Futter zu sich nehmen. Eigentlich sind die Ankerwürmer nicht so gefährlich wie andere Parasiten, bei einer großen Anzahl im Wasser sollte man aber schnellstens reagieren.

Ankerwurm an Goldfisch mit Pinzette entfernen

Ankerwurm an Goldfisch mit Pinzette entfernen

Ankerwurm an Goldfisch mit Pinzette entfernt

Ankerwurm an Goldfisch mit Pinzette entfernt

 

 

 

 

 

 

 

Die Parasiten ernähren sich von dem Blut der Fische und schwächen diese somit. Der Ankerwurm sticht in die Haut des Fisches und saugt Blut, dabei entstehen Wunden, Entzündungen, Pilze und weitere Infektionen die zum Sterben der Fische führen können. Die sogenannten Sekundärinfektionen!

Gefährlichkeit: mittel bis hoch

Behandlung! Einzelne Parasiten können mit einer Pinzette entfernt werden, jedoch sollte man darauf achten, dass man auch den ganzen Parasit erwischt. Für ungeübte ist diese Methode nicht ganz einfach. Weiter gibt es aber auch die Möglichkeit der chemischen Keule, die mit Ihrem Fachhändler oder Tierarzt abgestimmt angewendet werden soll. Wichtig ist dabei, dass man den ganzen Teich behandelt, denn Larven und Eier der Larven sollten auch abgetötet werden, um einen erneuten Befall zu vermeiden. Nach der  ersten Behandlung sollte man diese nach ca. 3 Wochen wiederholen, um auch die letzten Parasiten zu erwischen. Medikamente die wirken, enthalten wie fast immer sehr umstrittene Wirkstoffe. Mittel sind z.B. Parziquantel, Diflubenzuron, Ovitelmin (mittlerweile verboten) oder Emamectinbenzoat und Denatoniumbenzoat.Die Heilmittel, wie Koi & Bonsai Worm-EX, Tripond Parasiten und Tripond Wurm  erfassen nicht nur gerade saugende Parasiten, sondern auch frei schwimmende Krebstiere. Bereits nach 24 Stunden ist die erste Behandlung abgeschlossen.

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