Der Malawisee im Südosten Afrikas

Der Malawisee im Südosten Afrikas

MalwiDer Malawisee im Südosten Afrikas ist einer der größten Seen des Kontinents. Als erster Europäer erreichte der Brite David Livingstone im Jahr 1859 das Gewässer, das er einen „See der Sterne“ nannte. Das nächtliche Leuchten wird von schillernden Buntbarschen verursacht, die ausschließlich im Malawisee vorkommen. Im Jahr 1859, als auch Charles Darwin sein Hauptwerk „Über die Entstehung der Arten“ und somit seine Evolutionstheorie einer breiten Öffentlichkeit vorstellt, erreicht der britische Forscher David Livingstone als erster Europäer ein unbekanntes Süßwasser-Meer im südöstlichen Afrika. Die Einheimischen bezeichnen es als „Nyassa“, übersetzt schlicht „See“. Mit einer Länge von etwa 580 Kilometern, einer Breite von fast 80 Kilometern und einer Tiefe von bis zu 700 Metern handelt es sich um einen der größten See Afrikas, der vor Millionen Jahren im ostafrikanischen Grabenbruch entstanden war.

„A Lake of Stars!“ („Ein See der Sterne!“), merkt Livingstone an, als die Abendsonne Tausende irisierende Lichter auf den Wellen tanzen lässt. Ein Blick unter die Wasseroberfläche des Malawisees, wie er heute genannt wird, offenbart ein einzigartiges Naturwunder: Die „Sterne“ sind lebendig. Es handelt sich um leuchtend bunte, schillernde Buntbarsche, sogenannte maulbrütende Cichliden, die das klare Wasser des Sees bevölkern. Im Laufe von Jahrmillionen haben sie sich aus einer einzigen Art, einem eingewanderten Flussfisch, zu fast 900 unterschiedlichen, aber genetisch nahe verwandten Arten entwickelt.

Leider war es Charles Darwin nicht vergönnt, von diesem erstaunlichen Beispiel der Evolution zu erfahren.

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